Shadowrun 5 Seattle

Wo Albatrosse fliegen

Aus Zagroschims unveröffentlichten Tagebüchern,
später bekannt als die Chroniken von Zagroschims Wundertaten

Nun hieß es wirklich sich ranhalten, nur drei Tage und kaum ein Anhaltspunkt. Kaum von dort weg, rief Jester bei Rose an und fragte, ob in den Daten die wir ihr vermacht hatten, etwas sei, was uns in Richtung Funkenalbatrosse weiterbringen könnte. Zwar arbeitete Rose zuverlässig und zügig wie immer, aber uns erschienen die Stunden trotzdem wie Ewigkeiten. Genug Zeit also, um uns einmal auf uns selbst zu besinnen, auf Möglichkeiten und Fertigkeiten und auf ein professionelles Zusammenspiel. Jester hatte Ideen noch und nöcher ausgegraben, die zwar misstrauisch, aber doch aufmerksam beäugt wurden. Es war, wie auch ich es schon erlebt hatte, ein zähes Ringen neue Ideen in alte Köpfe zu pflanzen aber zuletzt hatten wir ein paar gute Anfänge.

Ganz in seinem Element beherrschte Jester die Situation und ich war mehr als angetan davon, wie kompetent er unsere Fähigkeiten zu vereinen suchte und welch Möglichkeiten er ersonnen hatte, uns bei den Russen ein wenig in ein besseres Licht zu rücken, nachdem wir zuletzt doch ein wenig zu brav ihre Regeln akzeptiert hatten.
Ich trug mein übriges bei, zusätzliche Feuerkraft durch die ehemaligen Fremdenlegionäre. Vielleicht nicht umsonst, aber mit dem Trick sie nur hoch zu bezahlen, falls es wirklich zur Schießerei kam, müssten diese durchaus finanzierbar sein. Dazu eine Bombe, oder zwei, platziert an den richtigen Stellen, einfach um unseren Worten mehr Nachdruck zu verleihen. Dann könnte man erst Chaos Theory freikaufen und dann über die beiden letzten Funkenalbatrosse nachverhandeln. Immerhin gab es für uns ja auch eine gewisse Menge Aufwand und Risiken.

Bis Rose zurückrief blieb noch genug Zeit ein paar Geister zu binden und die Ausrüstung auf den neusten Stand zu bringen, Granaten, Toxine und bessere Panzerung vervollständigten unsere Ausrüstung.
Der Anruf war ermutigend, aber auch niederschmetternd. Vor 2,5 Monaten wollte der fette Mexikaner von einem zwielichtigen Critterhändler diese erwerben und wahrscheinlich an die Russen weiterverkaufen, nur dass wir ihn etwa zu diesem Zeitpunkt das Lebenslicht ausgeblasen hatten.
Die Vögel könnten also längst verkauft sei n, über die halbe Welt verteilt. Zudem kam, dass sie unter Naturschutz standen, sehr selten und überaus kostbar waren und zudem mit ihrer Feueraura auch noch in der Lage waren eine Menge Unheil anzurichten.
Es gab niemanden der so etwas besaß, bloß diesen Lacroix, der einen fürchterlichen Ruf hatte. Aufgestiegen mit dem BTL Handel, hielt er sich seine eigene Gemeinde voller BTL-Junkies, die die unteren Etagen seines Hochhauses in Glow City bevölkerten und ihm sowohl als Einnahmequelle, als auch als billiger menschlicher Abwehrschirm diente. Dazu hatte er Schläger und auch ein paar fähigere Gestalten, die ebenso wenig wie ihr Meister Wert auf menschliches Leben legten.
Außerdem besaß er eine öffentliche Zoohandlung, über die man Kontakt zu ihm herstellen konnte, was aber voraussetzte, dass man sich entweder, samt glaubwürdigem Empfehlungsschreiben, als potentieller gut betuchter Kunde oder aber als enthusiastischer Verkäufer darstellen konnte. Und selbst wenn man ihn traf, gab es keine Gewissheit, dass er die Albatrosse noch hatte und freiwillig würde er seine Kunden wohl kaum an uns verraten.

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Zagroschim

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